Maschinenkurs

Wer sich entscheidet den Beruf des Schreiners/Tischlers zu erlernen, muss innerhalb seiner Ausbildung immer wieder vorgegebene Lehrgänge absolvieren. Dort wird der Umgang mit den verschiedensten Maschinen geschult um die Auszubildenden auf die Risiken aufmerksam zumachen und das spätere Verletzungsrisiko zu verringern. Natürlich muss man sich nicht nur die reine Theorie antun, sondern man wird mit einem Projekt beauftragt und anhand diesem geschult. In unserem Fall war es diesmal ein kleiner Beistelltisch aus Buche und Kiefer.

Hier mal ein kleiner Einblick in die technische Zeichnung

Der Rahmen wurde mit Dübeln, Dominos und Lamellos verbunden

Die Tischplatte besteht aus kleinen Kiefer und Buche leisten, die aneinander geleimt wurden

Ganz schön stabil der kleine Tisch…

Nach dem der kleine Tisch fertig war, habe ich ihn bei uns im Betrieb geölt um eine schöne Oberfläche zu bekommen

Unser neues Projekt – Die Runddeckeltruhe

Heute haben wir unser nächstes Projekt begonnen: Eine kleine Runddeckeltruhe aus Kiefernholz.

Also gut, unser Lehrmeister gibt uns die Zeichnung und auf geht’s…
Zu Beginn muss ein Aufriss gemacht werden (das ist eine maßstabsgetreue Zeichnung des Objekts), damit wir eine genauere Vorstellung bekommen und später auch Winkel und Maße abnehmen können.

Nun können wir unser Holz aufsägen und aushobeln. Am Anfang der Ausbildung durften wir das nur mit der Hand machen, jetzt mit den Maschinen, das ist purer Luxus!

Der nächste Schritt ist das Anzeichnen der Schwalbenschwanzverbindung.
Und dann kann schon mit dem Einsägen und Ausstemmen begonnen werden.

Eine fertig gezinkte Seite.

Der Tischler, das Holz und die Maschinen

Diese Woche hatte ich wieder einen Lehrgang, den ersten Maschinenkurs. Dort wurde uns gezeigt, wie man mit den verschiedenen Maschinen, wie beispielsweise der Abrichte, dem Dickenhobel und der Formatkreissäge umgeht. Hierbei ist es wichtig zu beachten, wie man das Werkstück führt, also wo man seine Hände hält. Andernfalls kann es passieren, dass die Maschine „färbt“ wie unser Kursleiter es nennt 😀

Während des Lehrgangs haben wir wieder zwei Objekte aus Massivholz hergestellt, die wir behalten dürfen, einen Rahmen und ein CD-Regal. Beide Objekte wurden von Beginn an, sprich dem Zusägen der ca. 7m Bohle, bis zum Schleifen an der Langbandschleifmaschine, von den Schülern gemacht. Alles unter strenger Beobachtung unseres Kursleiters natürlich! Hier sind die Ergebnisse.

Der ÜBL-Werkraum in der Handwerkskammer. Zu sehen sind Bandsäge, Dickenhobel, Abrichte, Furnierpresse und Formatkreissäge.

Uns wurde ebenfalls erklärt, welche Winkel es an einem Sägezahn gibt und wie diese den Schnitt beeinträchtigen.

Die Kurven wurden an der Bandsäge geschnitten.

Die CD-Regale.

Die Woche hat mir ziemlich Spaß gemacht, doch andererseits bin ich auch froh, wieder im Betrieb zu sein 🙂

Gestaltung eines Spiegels

In jedem Bad ist in der Regel auch ein Spiegel zu finden. Bietet man Möbel für ein Badezimmer an, so ist oftmals auch ein Spiegel im Angebot mit inbegriffen. Damit der Spiegel zu der individuellen Gestaltung und Nutzung des Bades passt, wird auch dieser bei uns speziell für den Kunden angefertigt. Der folgende Spiegel wurde für ein kleines und besonders schmales Badezimmer entworfen.

Um nur die gewünschte Fläche zu lackieren, ist genaues Abkleben nötig.

Gut eingepackt…kann es gleich lackiert werden.

Der Spiegel wurde hinterlackiert.

So sieht er nun von vorne aus.

Wieder gut eingepackt, kann es nun zum Kunden gehen.

Der Spiegel ist zusätzlich von hinten beleuchtet und ist somit sehr gut nutzbar und passt perfekt zu unseren zuvor gefertigten und montierten Möbeln!

Ab jetzt kann sich der Kunde über eine sehr schöne, individuelle Inneneinrichtung und die bestmögliche Nutzung des kleinen Raumes freuen.

4h Zeitlimit

Am 9. März 2017 fand der 14. Leistungsvergleich der Tischler und Holzmechaniker des ersten Lehrjahres in Sachsen statt. Jede Berufsschule konnte bis zu vier Teilnehmer schicken und glücklicherweise bekam ich die Chance, für unsere Berufsschule anzutreten.

Austragungsort war eine Berufsschule in Limbach-Oberfrohna. Hier angekommen wurde das Werkzeug schnell ausgepackt und die ersten Vorbereitungen getroffen.

Zu Beginn gab es einen kleinen Theorietest und anschließend eine Praxisaufgabe, für die wir vier Stunden Zeit hatten. Dieses Mal waren es zwei rechtwinklige Buchstützen mit Schwalbenschwanzverbindung und Fingerzinken.

Die Buchstützen.

Um das Ganze in nur vier Stunden gut zu meistern, ist es wichtig, sich genau zu überlegen, was gebaut werden soll und wie man vorgeht. Denn wenn man sich einmal verbaut wird es knapp mit der Zeit.

Ich war gerade so noch fertig geworden. Viele hatten es gar nicht erst so weit geschafft. Nach der Auswertung war ich sehr überrascht, dass es sogar für den 2. Platz gereicht hatte!

 

geschafft!

Heute berichte ich über die Fortsetzung und die Fertigstellung meiner Eisenbahn mit Wagon.

Beim letzten Mal hatte ich euch erzählt, dass ich mit der Eisenbahn und dem Wagon soweit fertig war (siehe: …weiter geht´s! 🙂.) Gefehlt haben „nur noch“ die Bodenplatten und Kleinigkeiten, wie Räder oder Anhängerkupplungen.

Wie wir ja alle wissen, arbeitet Holz. Generell kann man sich merken, dass die rechte Seite rund wird und die Linke Seite hohl. Für uns ist es problematisch, wenn sich die Bodenplatte verändert. Das ist wie bei einer Tischplatte, die soll ja auch nicht kleiner werden oder sich verbiegen. Überlegt mal: Was kann man dagegen machen?

Damit das Quellen/Schwinden verringert wird, haben wir an eine Gratleiste gedacht! Diese wird in eine Nut eingeschoben, damit die Platte gerade bleibt und sich möglichst wenig verändert. Dazu haben wir an der CNC-Maschine die Gratnut gefräst und danach die Gratleiste mit dem Grathobel so bearbeitet, dass eine sehr stramme Verbindung entsteht. Die Gratleiste muss nämlich ohne Leim halten. Als wir das erfolgreich geschafft hatten, musste nur noch die Eisenbahn bzw. der Wagon auf der Bodenplatte festgeschraubt werden und danach konnte die Oberflächenbehandlung folgen. Bei diesem Werkstück haben wir das erste Mal Lack eingesetzt. Ein Tipp: Es ist wichtig, dass das Werkstück vor dem Lackieren wirklich komplett frei ist von Leimflecken, denn die sieht man nach dem Lackieren noch mehr als beim Ölen. Die Räder und die Anhängerkupplung haben wir einzeln lackiert. Nach der Trockenzeit konnten wir alles zusammenschrauben und fertig war unsere Eisenbahn mit Wagon!:)

Aushobeln der Gratleisten mit dem Grathobel.

Wie ihr sehen könnt, haben wir vorgebohrt, damit das Holz nicht springt, wenn wir die Schrauben eindrehen.

Die fertig lackierte Eisenbahn mit Wagon.

Von oben.

Was man in der Berufsschule unter anderem lernt

Ich muss zugeben, dass die Berufsschule für mich persönlich nicht zum spannendsten Teil der Ausbildung gehört, doch sie gehört eben dazu 😉 Wir haben Schulblöcke, das heißt wir haben alle paar Monate zwei Wochen am Stück nur Schule und müssen daher nicht in den Betrieb. Einerseits bedeutet das etwas Abwechselung, andererseits ist es halt nicht ganz so spannend wie im Betrieb. Im Fachbereich lernen wir verschiedene Sachen zum Thema Holz, beispielsweise wie man den ungefähren Schwund einer Bohle berechnet und wie die Verformung beim Trocknen zu erwarten ist.

Tangential schwindet das Brett am ehesten, radial etwas weniger und längs kaum.

So ungefähr würden sich die Bretter verformen.

Ab Montag habe ich dann wieder eine Woche ÜBL (wofür stand das nochmal?) Dieses mal werden wir endlich mit Maschinen arbeiten. Davon werde ich euch natürlich nach der Woche berichten 😉

Kleiner Tipp am Rande

Jeder, der in der Werkstatt arbeitet, ganz egal, ob Auszubildender, Geselle oder Meister, muss des öfteren schon mal ein Sägeblatt wechseln. Damit ihr nicht vor der Säge steht und erst mal überlegen müsst, in welche Richtung der Schließmechanismus geöffnet wird, verrate ich euch einen hilfreichen Tipp! ,,Wie ich lauf, so geh ich auf“

Hier am Beispiel der Formatkreissäge.

Docking Station aus Holz und Acryl

Da ich momentan Berufsschule habe und es dort leider nicht viel zu erzählen gibt, stelle ich euch hier ein altes Projekt vor 🙂

Das Holz ist recycelt und kam aus einem alten und verwitterten Stuhl. Ich habe die Teile grob zugeschnitten und dann von allen Seiten geschliffen. Danach habe ich zwei der Holzteile verleimt und beiseite gelegt. Anschließend habe ich die Acrylscheibe mit Zweikomponentenkleber zwischen dem letzten Stück Holz und den verleimten Stücken geklebt.  Nachdem alles fest getrocknet war, habe ich das Werkstück auf Maß zugeschnitten und mithilfe der Tischkreissäge die Nut eingefräst. Die Nut habe ich dann mithilfe eines scharfen Stecheisens „gereinigt“ und ein Loch für das Kabel gebohrt.  Zu guter Letzt habe ich das Ganze mit Öl zum Strahlen gebracht. Das Öl habe ich vorher allerdings  mit etwas Verdünnung gemischt, um das Acryl etwas zum Reißen zu bringen.  Irgendwann werde ich es noch etwas modifizieren und eine LED einbauen, die dann von hinten gegen das Acrylglas strahlt, aber das ist ein Projekt für einen anderen Tag 🙂

Die zwei verleimten Klötze.

So steckt das Kabel heraus um das Handy zu laden.

Im Nachhinein würde ich die Maße verändern, aber so sieht es momentan aus 🙂

Anfang in der Restauration

Wie versprochen, werde ich immer mal wieder eines meiner Projekte vorstellen (in der Reihenfolge, wie ich an ihnen gearbeitet habe).

Meine ersten Projekte waren meist nur Möbel, bei denen alter Lack mit dem Heißluftfön entfernt und anschließend geschliffen werden musste. Eine ganz schöne Arbeit…

Entfernen der alten Lackschichten.

Schleifen der Profilleisten.

Der fertige Kleiderschrank.